Ärzte Zeitung online, 07.10.2009

Studie: Eltern wecken zu wenig Lesefreude

BERLIN (dpa). Zu wenige Eltern wecken laut einer Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums bei ihren Kindern die Lust am Lesen. Vor allem junge Eltern im Alter unter 30 Jahren seien skeptisch, ob man durch Erziehung die Lesefreude beeinflussen könne, teilte das Ministerium am Mittwoch in Berlin mit. Dabei habe die Studie der Stiftung Lesen ergeben, dass Kindern der Schulunterricht überdurchschnittlich leicht fällt, sofern sie in ihrer Freizeit gern lesen.

Lesen helfe insbesondere Kindern aus sozial schwachen Familien, in der Schule mithalten zu können. "Es sprengt den Teufelskreis von innen, dass sich Bildungsarmut von einer auf die nächste Generation vererbt", erläuterte Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Für die Studie hatte das Institut für Demoskopie Allensbach 3000 Bürger befragt - darunter Schüler im Alter von 9 bis 13 Jahren und ihre Eltern. Der Stiftung Lesen zufolge ist es die größte Studie zum Thema "Familie und Lesen" seit 1988.

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