Ärzte Zeitung online, 07.10.2009

Bei Aufstiegschancen ist Deutschland nur Mittelmaß

KÖLN (dpa). Wenn es um den Zugang zu Arbeit und Bildung und um soziale Aufstiegschancen geht, sind die skandinavischen Staaten nach einer Studie Spitze. Deutschland dagegen belegt in der Liste von 19 Ländern nur den 10. Platz. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie wurde vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) erstellt.

Genügend Jobs, ein hohes Bildungsniveau, gute Aufstiegschancen - bei all dem führen demnach die Länder aus dem Norden Europas. Dänemark erreichte auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten mit 82 Punkten den Spitzenplatz, gefolgt von Finnland und Norwegen. Die guten Aufstiegschancen zeigen sich unter anderem darin, dass es dänische Kinder am leichtesten haben, im Laufe ihres Berufslebens ein hohes Einkommen zu erzielen, auch wenn das Einkommen der Eltern niedrig ist.

Ebenfalls gut platziert sind die Schweiz, Schweden, die Niederlande, Irland und Österreich. Deutschland kam auf 56 Punkte. Das Institut der deutschen Wirtschaft führt dies vor allem auf die "überdurchschnittliche Arbeitslosenquote von 7 Prozent im vergangenen Jahr" zurück. Immerhin liegt Deutschland vor Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien.

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