Ärzte Zeitung online, 08.10.2009

Leichenverbrennung liefert Energie zum Kaffeekochen

TAIPEH (dpa). Die Hitze der Leichenverbrennung dient einem Krematorium in Taiwan zum Kaffeekochen. Während der 90-minütigen Feuerbestattung können die Trauergäste in einem Café des Bestattungsunternehmens in Taipeh darauf warten, die Asche ihrer Lieben mitzunehmen.

Auch Klimageräte des Instituts werden mit der Abwärme betrieben, seit die Firma veraltete Anlagen mit Fördermitteln der taiwanesischen Hauptstadt modernisierte.

Neben Dutzenden verschiedenen Kaffeesorten werden in dem 130 Gäste fassenden Café kleine Schnellgerichte und Softdrinks angeboten. "Die Energie, die aus der Hitze bei der Verbrennung der Leichen in Strom umgewandelt wird, wird jetzt für Klimaanlagen und Kaffeemaschinen benutzt", sagte der Direktor des Unternehmens, Yang Chih-hsien, am Mittwoch. "Das spart uns im Monat 15 000 Taiwan-Dollar (umgerechnet 315 Euro) an Stromrechnung." In dem Krematorium werden täglich 50 Leichen verbrannt.

Topics
Schlagworte
Panorama (32196)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können auch das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »

Liebe überwindet geistige Behinderung

Eine Anlaufstelle in Mainz kümmert sich, wenn Menschen mit geistiger Behinderung wegen unerfüllter Sehnsucht nach Lust und Liebe das Herz schwer ist. Anfragen kommen aus ganz Deutschland. Trotzdem droht die Schließung. mehr »

Putzen schadet der Lunge ähnlich wie Rauchen

Schlechte Nachrichten für Sauberkeitsfans: Wer regelmäßig Reinigungsmittel benutzt, schadet seiner Lunge so, als ob man jahrelang raucht. Diesen Effekt fanden Forscher aber nur bei Frauen – doch sie haben dafür eine Erklärung. mehr »