Ärzte Zeitung online, 09.10.2009

Mindestens 113 Tote durch Erdrutsche auf Philippinen

MANILA (dpa). Verheerende Erdrutsche haben auf den Philippinen mindestens 113 Menschenleben gekostet. Am Freitag rutschte vor Sonnenaufgang in La Trinidad 210 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila ein Berghang ab und begrub 32 Häuser, berichtete der Gouverneur der Provinz Benguet. "Die Menschen schliefen und konnten sich nicht retten", sagte der Gouverneur.

In einem anderen Ort begruben Geröll- und Schlammlawinen zehn Häuser mit mindestens 17 Menschen. Weitere Erdrutsche wurden aus mindestens vier Ortschaften gemeldet.

Heftige Regenfälle haben die nördlichen Provinzen seit Tagen unter Wasser gesetzt. Die Unwetter kamen am Wochenende mit Taifun "Parma". Das Tiefdruckgebiet wurde zwar später zum Tropensturm herabgestuft, blieb aber tagelang mit heftigem Regen über der Region hängen. Überall wurden Straßen und Felder überschwemmt, die Flüsse schwollen an. "Die Überschwemmungen sind verheerend, an manchen Stellen stehen fast die gesamten Dörfer unter Wasser", sagte ein Polizeisprecher in der Region.

"Parma" hatte schon am Wochenende mindestens 25 Menschenleben gefordert. Vorausgegangen war eine Woche zuvor Tropensturm "Ketsana", der in Manila und Umgebung die schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren auslöste. Mehr als 330 Menschen kamen dadurch ums Leben.

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