Ärzte Zeitung online, 19.10.2009

Warnung vor Datenmissbrauch nach Panne bei SchülerVZ

BERLIN (dpa). Nach der Weitergabe von Nutzerdaten des Online-Forums SchülerVZ hat der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar davor gewarnt, persönliche Daten in Netz zu stellen. "Der Fall zeigt, dass man sich überlegen muss, wo man Daten preis gibt, speziell im Internet", der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe).

Persönliche Daten von möglicherweise bis zu einer Million junger Menschen, die SchülerVZ als virtuellen Treffpunkt nutzen, waren illegal kopiert und weitergeben worden.

"Daten, die im Internet stehen und von einer großen Zahl von Menschen genutzt werden, können nur schwer gegen Missbrauch geschützt werden", so Schaar.

Auch der Branchenverband der Internetwirtschaft reagierte mit Besorgnis. "Beim Datenschutz von Kindern und Jugendlichen in Online-Netzwerken muss ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleistet sein. Das muss allerhöchste Priorität genießen", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (Bitkom), der Zeitung.

Glücklicherweise gehe es bei SchülerVZ nicht um sensible Daten wie Kontonummern. Doch zeige der Fall, wie wichtig es sei, dass Eltern genau darauf achteten, was ihre Kinder in Online-Netzwerken tun.

Topics
Schlagworte
Panorama (32203)
Personen
Peter Schaar (106)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wann Bergsteigen fürs Herz schädlich ist – und wann nicht

Forscher haben Studien zu herzkranken Bergsteigern ausgewertet und geben Tipps, was Ärzte bei welcher Krankheit beachten müssen. mehr »

Deutlich mehr Masernfälle in der Europäischen Region

In der Europäischen Region der WHO gab es 2017 eine Zunahme der Masernfälle um 400 Prozent gegenüber dem Vorjahr. mehr »

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

Gesundheitsinformationen sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich künftig ändern. mehr »