Ärzte Zeitung online, 30.10.2009

US-Gesetz soll Homosexuelle sowie Menschen mit Behinderungen schützen

WASHINGTON (dpa). Homosexuelle und Behinderte sollen in den USA künftig besser vor gewaltsamen Übergriffen geschützt werden. Präsident Barack Obama unterzeichnete am Mittwoch (Ortszeit) ein Gesetz, durch das Tätern höhere Strafen drohen, wenn sie durch Hass auf diese Minderheiten motiviert wurden.

Dies sei ein Beitrag, "unsere Bürger vor Gewalt zu schützen, die daraus resultiert, wie sie aussehen, was sie lieben und wie sie beten", sagte Obama.

Die Gesetzgebung gilt als erster wichtiger Sieg von Homosexuellen seit der Amtsübernahme Obamas im Januar. Ein entsprechender Entwurf steckte über Jahre im Kongress fest, vor allem blockiert von den Republikanern. Das inzwischen von den Demokraten beherrschte US-Parlament billigte nun vor wenigen Wochen die Vorlage.

Mit dem Schritt weitete Obama das Gesetz gegen sogenannte Hassverbrechen aus. Bislang mussten Gewalttäter in den USA nur schärfere Strafen fürchten, wenn sie ihre Verbrechen aufgrund von Religion, Hautfarbe oder Nationalität des Opfers verübten.

Topics
Schlagworte
Panorama (32838)
Personen
Barack Obama (403)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »