Ärzte Zeitung online, 04.11.2009

Das Schweine-Erbgut ist entziffert

CHAMPAIGN (dpa). Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut des Hausschweins entziffert. Von den Ergebnissen versprechen sich die Wissenschaftler Fortschritte in der Agrarwirtschaft und Medizin sowie Einsichten in die Evolution.

"Das Schwein ist ein einzigartiges Tier, es ist wichtig für die Ernährung und weil es als Versuchstier für menschliche Krankheiten genutzt wird", sagte Larry Schook von der Universität Illinois laut einer Pressemitteilung der Universität. Und weil es noch Wildscheine gebe, sei es interessant zu sehen, welche Gene sich während der Zähmung verändert hätten.

Das nun sequenzierte Schwein der Rasse Duroc stammt von einer Farm der Universität von Illinois in Champaign. Dies ist eine der fünf Hauptschweinerassen auf der Erde. Insgesamt gibt es 200 Rassen.

Der erste Entwurf des Erbguts sei allerdings nur zu 98 Prozent komplett, berichtet die Universität. Er zeigt zudem nur die Reihenfolge der Erbgutbausteine. Diese Sequenz müssen die Forscher noch analysieren, um bedeutende Gene für die Züchtung oder die medizinische Forschung zu finden. Das Ergebnis wurde auf einem Treffen des Wellcome Trust Sanger Institutes im britischen Hinxton vorgestellt. Bislang ist unter anderem das Erbgut von Mensch, Hund, Ratte und sieben Pflanzen entziffert.

Topics
Schlagworte
Panorama (32847)
Organisationen
Wellcome Trust (31)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »