Ärzte Zeitung online, 05.11.2009

Umfrage zur Zeitumstellung: Jungen und Frauen sind sensibler

HAMBURG (dpa). Jungen reagieren sensibler als Mädchen auf die Umstellung der Uhr am Ende der Sommerzeit. Jeder vierte Junge im Schulalter brauchte einige Tage, um sich an die veränderte Zeit zu gewöhnen, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK bei 1500 Personen, darunter Mütter und Väter mit Kindern bis 16 Jahren.

Nur jedes sechste Mädchen sei davon betroffen, teilte die DAK am Donnerstag in Hamburg mit. Im Alter unter drei Jahren zeigte jedes zweite Kind Umstellungssymptome wie Quengeln, Müdigkeit oder Schlafstörungen. Im Alter von vier bis sechs Jahren traten die Probleme bei etwa 25 Prozent der Kinder auf.

Im Erwachsenenalter dreht sich der Geschlechterunterschied bei der Verarbeitung der Zeitumstellung um. 22 Prozent der befragten Frauen, aber nur 13 Prozent der Männer gaben an, sich erst nach einigen Tagen an die um eine Stunde veränderte Zeit gewöhnt zu haben. Häufiger müde und schlapp fühlten sich demnach 13 Prozent der Frauen und 9 Prozent der Männer. Einschlaf- oder Schlafstörungen nannten 11 Prozent der Frauen und 5 Prozent der Männer.

"Uhren lassen sich auf Knopfdruck umstellen, Menschen nicht", sagte DAK-Psychologe Frank Meiners. Vor allem Babys und Kleinkinder hätten einen sehr festen Tag- und Nachtrhythmus, der sich nur schwer umstellen lasse. Eltern sollten bereits einige Tage vor jeder Zeitumstellung in Schritten von zehn Minuten mit dem Vor- oder Zurückdrehen der Uhr beginnen, riet Meiners.

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