Ärzte Zeitung online, 10.11.2009

Psychiater kommt nach Massaker vor Militärgericht

WASHINGTON (dpa). Vor einem Militärgericht wird sich Major Nidal Malik Hasan für das Massaker auf dem texanischen Stützpunkt Fort Hood verantworten müssen. Das entschieden nach US-Medienberichten vom Montag (Ortszeit) das Verteidigungs- und das Justizministerium.

Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Psychiater Komplizen gehabt habe oder Teil einer größeren terroristischen Verschwörung gewesen sei.

Fünf Tage nach dem Blutbad findet am heutigen Dienstag eine Trauerfeier für die 13 Todesopfer statt. Dazu werden auch Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle auf dem Stützpunkt erwartet. Wegen der Trauerfeierlichkeiten hat Obama eigens seinen Abflug nach Asien verschoben. Hasan hatte bei seinem Amoklauf am vergangenen Donnerstag auch 43 Menschen verletzt. Über das Tatmotiv herrscht weiter Unklarheit.

Namentlich nicht genannte Ermittlungsbeamte bestätigten allerdings der "New York Times" zufolge, dass Hasan unter enormem psychischen Druck gestanden habe und sich dabei extremen religiösen Positionen angenähert habe. Hasan stand kurz vor einem Einsatz in Afghanistan.

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