Ärzte Zeitung online, 11.11.2009

IKRK-Mitarbeiter im Tschad entführt

GENF (dpa). Ein Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist im Tschad entführt worden. Das teilte die Hilfsorganisation am Dienstag in Genf mit. Mehrere bewaffnete Männer hätten den Mann im Dorf Kawa nahe der Grenze zum Sudan am Montagabend (Ortszeit) in ihre Gewalt gebracht.

Der Agrarwissenschaftler aus Frankreich habe sich in der Region aufgehalten, um die Ernten zu beurteilen, hieß es weiter. Zusammen mit fünf tschadischen Kollegen wollte er die Nacht in Kawa verbringen, wo das IKRK ein Gesundheitszentrum betreibt. Die Arbeit des IKRK im Osten des Tschads im zentralen Afrika sei vorübergehend unterbrochen worden.

Bei der Entführung handelt es sich bereits um die zweite in der Region. Ein anderer französischer IKRK-Delegierter war am 22. Oktober in Ost-Darfur im Sudan entführt worden. Das IKRK hat keine Informationen über seine Lage.

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