Ärzte Zeitung online, 13.11.2009

Fast jedes zweite Kind lebt in Krisenländern

BERLIN (dpa). Fast jedes zweite Kind weltweit wächst nach Angaben der Hilfsorganisation Unicef in Kriegs- und Krisenländern auf. Dabei seien Kinder kaum fassbarer Brutalität und Gleichgültigkeit ausgesetzt, erklärte Unicef am Freitag in Berlin anlässlich des 20. Jahrestages der UN-Kinderrechtskonvention in der kommenden Woche (20.11.).

Kinder würden bei der Flucht von ihren Eltern getrennt, sexuelle Gewalt und Kinderhandel gehörten in vielen Krisengebieten zur Tagesordnung. Außerdem müssten schätzungsweise rund eine viertel Million Mädchen und Jungen als Kindersoldaten dienen.

Die UN-Kinderrechtskonvention listet zehn Grundrechte von Kindern auf. Dazu zählen das Recht auf Gesundheit, auf Bildung und Ausbildung, auf Freizeit, Spiel und Erholung. Auch der Schutz vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung gehören zu den Grundrechten der Kinder. Inzwischen haben mehr als 190 Staaten die 1989 von der UN-Generalversammlung angenommene Konvention ratifiziert.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Kinderschutzhotline - Heißer Draht zu Ärzten

Über den Verdacht auf Kindesmissbrauch sprechen, ohne die Schweigepflicht zu verletzen: Das ermöglicht seit 2017 die Medizinische Kinderschutzhotline - eine Zwischenbilanz. mehr »

Hypertonie vor 40. Lebensjahr ist riskant

Junge Erwachsene, die einen erhöhten Blutdruck gemäß den US-amerikanischen Leitlinien von 2017 entwickeln, haben ein signifikant höheres Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse als Normotoniker. mehr »

Appell zur rationalen Antibiotika-Gabe

Anlässlich des 11. Europäischen Antibiotika-Tages rufen KBV und vdek zum rationalen Einsatz von Antibiotika bei Erkältungen und Grippe auf. mehr »