Ärzte Zeitung online, 23.11.2009

Veranstalter von Extremlauf auf Zugspitze vor Gericht

GARMISCH-PARTENKIRCHEN (dpa). Der Veranstalter eines Extremberglaufs auf die Zugspitze steht seit Montag vor dem Amtsgericht in Garmisch-Partenkirchen. Die Staatsanwaltschaft in München wirft dem Organisator vor, im Jahr 2008 fahrlässig den Tod von zwei Teilnehmern verschuldet zu haben.

Außerdem soll der 54-Jährige in neun Fällen der fahrlässigen Körperverletzung schuldig sein. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen hatte am 6. Juli dieses Jahres einen Strafbefehl über 13 500 Euro erlassen. Der Veranstalter akzeptierte den Schuldspruch aber nicht, obwohl er damit ohne Vorstrafe geblieben wäre. Daher kam es nun zum Prozess.    

Bei dem Lauf unter extremen Wetterbedingungen waren am 13. Juli 2008 zwei Läufer gestorben, mehrere Teilnehmer wurden unterkühlt in Krankenhäuser gebracht. Viele der rund 600 Läufer hatten sich nur leicht bekleidet zu dem Lauf über mehr als 2200 Höhenmeter auf einer Gesamtstrecke von fast 18 Kilometern aufgemacht.

Lesen Sie dazu auch:
Veranstalter von Extrem-Berglauf kommt vor Gericht

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