Ärzte Zeitung online, 24.11.2009

Jacksons Leibarzt arbeitet wieder in Klinik

NEW YORK (dpa). Der Arzt, der für den Tod von Michael Jacksons durch ein Narkosemittel verantwortlich sein könnte, behandelt wieder Patienten.

Nach Angaben des US-Senders ABC vom Montag kehrte Dr. Conrad Murray in die Armstrong Klinik von Houston (Texas) zurück. Dort hatte er als Kardiologe gearbeitet, bis er im Frühling die Stelle als Jacksons Leibarzt übernahm.

Murray hatte Jackson eigenen Angaben zufolge am 25. Juni auf dessen Drängen zahlreiche Beruhigungspillen gegen seine Schlafstörung gegeben und ihm anschließend auch noch das Betäubungsmittel Propofol gespritzt. Bald darauf erlag der "King of Pop" einem Herzstillstand. Der Nachrichtensender CNN fügte unter Berufung auf Murrays Anwalt, Ed Chernoff, hinzu, dass sich der Arzt aus finanziellen Gründen zur Rückkehr in die Praxis entschlossen habe.

Die Polizei von Los Angeles hatte erst am Wochenende mitgeteilt, dass sie weiter gegen Dr. Murray ermittelt. Ein Prozess gegen ihn könnte frühestens 2010 beginnen. Murray hat sieben Kinder, etliche von ihnen aus unehelichen Beziehungen.

Der Internetdienst Tmz.com berichtete, dass ein Richter Murray mit Gefängnis gedroht habe, falls er für eines seiner Kinder nicht wenigstens 1000 Dollar pro Monat an Unterhalt zahle. US-Medien zufolge schuldet Murray auch anderen Frauen Geld für den Unterhalt seiner Kinder.

Topics
Schlagworte
Panorama (31194)
Organisationen
CNN (167)
Wirkstoffe
Propofol (85)
Personen
Conrad Murray (64)
Michael Jackson (104)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »