Ärzte Zeitung online, 25.11.2009

Uni-Präsident geißelt "wirklich schlechte" Studiengänge

BERLIN (dpa). Die Debatte über die Hochschulreform spitzt sich zu. Der Präsident der Berliner Humboldt-Universität, Christoph Markschies, kritisierte am Mittwoch im Deutschlandfunk die teilweise unzureichende Qualität einzelner Studiengänge.

"Von 250 Studiengängen sind zehn Prozent wirklich schlecht." Er äußerte zudem Verständnis für vereinzelte Aktionen der Studenten. "Wir haben Studiengänge, die noch nicht zufriedenstellend organisiert sind. Die Anteile der freien Arbeit sind zugunsten vieler Prüfungen verschwunden."

Markschies forderte von der Politik mehr Geld für die Hochschulen. Man habe das Geld für eine bessere Betreuung der Studenten nicht bekommen. "Das finde ich fürchterlich, daran muss energisch gearbeitet werden."

Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hatte den Bundesländern am Dienstag schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der Einführung der Bachelor-Studiengänge gemacht. Sie seien unterfinanziert und überreguliert. Am Rande der Konferenz in Leipzig demonstrierten rund 4000 Studenten mit Trillerpfeifen, Trommeln und Transparenten gegen Studiengebühren und Verschulung des Studiums.

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