Ärzte Zeitung online, 30.11.2009

"Es ist genug für alle da": Aktion "Brot für die Welt" gestartet

MÜNCHEN (dpa). Mit einer Kampfansage an den Hunger auf der Welt hat am Sonntag die 51. Sammelaktion "Brot für die Welt" begonnen. Der bayerische evangelische Landesbischof Johannes Friedrich rief in seiner Predigt in München dazu auf, trotz der Probleme im eigenen Land die Not des "fernen Nächsten" nicht aus dem Blick zu verlieren.

"Obwohl die Erde genug hervorbrächte, um die ganze Weltbevölkerung zu ernähren, gelingt es uns nicht, die Güter gerecht zu verteilen", mahnte er mit Blick auf die inzwischen mehr als eine Milliarde Hungernden auf der Welt. Die Menschen in Europa müssten über ihren Tellerrand hinausblicken und sich weniger auf ihre eigenen Probleme konzentrieren.

Das Motto der 51. Aktion von "Brot für die Welt" lautet auch in diesem Jahr "Es ist genug für alle da". "Es ist eine Tatsache, dass genug für alle da ist", sagte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, zur Eröffnung. "Doch es reicht nur, wenn wir gerecht teilen und auf die Zugangschancen für alle achten."

Friedrich rief zu mehr Nächstenliebe und Gerechtigkeit auf. So erinnerte er daran, "wie wichtig es ist, dass wir Christen unsere Mitmenschen mit ganz konkreter materieller Hilfe unterstützen". Friedrich forderte die Mitglieder seiner Kirche auf, ein "weites Herz" zu bewahren gegen "die Stiche des Hochmuts gegenüber den Ärmsten, gegen die Pfeile der Angst um unseren eigenen Besitz und gegen das leise Gift der Resignation, das uns einredet, wir könnten nichts tun".

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