Ärzte Zeitung online, 30.11.2009

Getrennte siamesische Zwillinge mit Komplikationen

SYDNEY (dpa). Die in Australien getrennten siamesischen Zwillinge haben seit ihrer Operation einige Komplikationen erlebt. "Ich kann nicht in die Details gehen, aber es geht nicht alles total glatt", sagte am Montag Margaret Smith, die die am Kopf zusammengewachsenen Kinder vor zwei Jahren aus Bangladesch nach Australien gebracht hatte.

"Jeder denkt, die beiden springen morgen aus dem Bett, aber so ist es nicht." Die fast Dreijährigen waren am vergangenen Montag in einer 31 Stunden langen Operation getrennt worden. Die Ärzte feierten den Eingriff als Erfolg. Sie hatten in ersten Untersuchungen keine Hirnschäden festgestellt.

Eine Frauenzeitschrift spürte die leibliche Mutter der Mädchen in Bangladesch auf. Lovely Mollick (23) sagte in einem Interview, sie sei hysterisch gewesen, als sie die Mädchen nach der Kaiserschnitt-Geburt gesehen habe. "Ich bin fast zu Tode erschrocken", sagte Mollick der Zeitschrift "Woman's Day". Die Ärzte hätten ihr die Kinder erst einen Tag nach der Geburt gezeigt. Als sie sechs Wochen alt waren, habe sie sie in ein Waisenhaus gegeben. Sie sei froh, dass die Mädchen in Melbourne seien. "Ich träume, dass meine Kinder sicher und glücklich sind", sagte die Mutter. "Ich würde gerne mal mit ihnen reden und würde alles tun, wenn ich sie nur eine Minute sehen könnte."

Lesen Sie dazu auch:
Getrennte siamesische Zwillinge wohlauf
Getrennte Siamesische Zwillinge machen Fortschritte
Getrennte Zwillinge in Australien stabil

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »