Ärzte Zeitung online, 02.12.2009

Intelligenter Knopf an Blutkonserven für mehr Sicherheit und Qualität

MÜNCHEN / ERLANGEN (eb). Ist die Blutkonserve zu warm geworden? Stimmt sie mit der Blutgruppe des Patienten überein? Solche Fragen beantworten künftig intelligente Funkknoten an den Konserven. Auch das Gerätemanagement in Krankenhäusern erleichtern diese Funkeinheiten.

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Künftig soll ein Funkknoten ständig die Temperatur von Blutkonserven überwachen. So lässt sich das kostbare Blut größtenteils weiterverwenden. © Universitätsklinikum Erlangen

Bei schweren Operationen halten Chirurgen halten für den Notfall Blutkonserven bereit. Werden die Konserven nicht gebraucht, können sie nur dann wiederverwendet werden, wenn die Kühlkette eingehalten wurde. Bisher war es jedoch schwierig, dies zu überprüfen.

Künftig überwacht ein Funkknoten am Blutbeutel ständig die Temperatur - so lässt sich das kostbare Blut größtenteils weiterverwenden. Auch die Sicherheit durch Funkknoten an der Blutkonserve und an einem Armband, das der Patient trägt, erhöht werden: Passt das Spenderblut nicht zur Blutgruppe des Patienten, ertönt ein Warnsignal.

Im Januar 2010 wird ein halbjährlicher Testbetrieb in der Universitätsklinik Erlangen gestartet. In etwa zwei Jahren könnte das System Opal-Health einsatzbereit sein.

Entwickelt haben die intelligenten Funkknoten Forscher am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS mit den Partnern T-Systems, Vierling, delta T und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi.

Zur Mitteilung des Fraunhofer-Institut

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