Ärzte Zeitung online, 11.12.2009

Christkind hat schon zigtausend Briefe erhalten

ENGELSKIRCHEN/HIMMELSTADT (dpa). Jede Menge Post fürs Christkind: Das Christkind-Postamt in Engelskirchen bei Köln steuert auf einen Rekord zu. "Eine wahre Flut an Wunschzetteln und Briefen" sei über die Mitarbeiter hereingebrochen, teilte die Deutsche Post am Donnerstag mit.

Zwei Wochen vor Heiligabend hätten bereits mehr als 85 000 Kinder aus 55 Ländern an das Christkind geschrieben, im vergangenen Jahr kamen bis Weihnachten insgesamt 145 000 Briefe. Weitere knapp 50 000 Wunschzettel kamen im bayerischen Weihnachtspostamt Himmelstadt an. Dort werden jetzt ehrenamtliche Antwortschreiber gesucht: "Wir schaffen das nicht mehr", sagte die Leiterin der Poststelle, Rosemarie Schotte.

Die Mädchen wünschen sich nach Angaben aus Engelskirchen "alles, was rosa ist und glitzert", zum Beispiel Zauberstäbe. Aber auch Pferde-Spielzeug und Gesellschaftsspiele stehen ganz oben auf den Listen. Die kleine Marie aus Wuppertal hätte gern Geschwister - "aber nur, wenn sie nicht schreien, sonst kannst Du sie direkt wieder mitnehmen".

Jungen dagegen wünschen sich vor allem praktische Dinge, zum Beispiel "einen großen elektrischen Kran, der mein Zimmer aufräumt", gute Noten in der Schule oder "immer drei Wünsche frei". Nach Schottes Worten gibt es immer mehr Briefe, in denen Hartz IV eine Rolle spielt. "Jetzt hat mein Papa auch noch seine Arbeit verloren", zitierte sie aus einem Schreiben.

Die Adresse des Weihnachtspostamts ist:
An das Christkind
51777 Engelskirchen
Internet: www.post-ans-christkind.de

Topics
Schlagworte
Panorama (32715)
Organisationen
Deutsche Post (65)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »