Ärzte Zeitung online, 29.12.2009

Im Fitness-Studio haben auch Männer ein Recht auf Gleichbehandlung

NEU-ISENBURG (bü). Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz macht auch vor dem Fitness-Studio nicht halt. Wird ein Mann von einem Fitness-Studio nicht angenommen, weil zum Zeitpunkt seines Antrages die Anzahl der weiblichen Mitglieder unterhalb der - vom Betreiber gewünschten - Quote lag, so kann er auf Aufnahme klagen und ein Schmerzensgeld verlangen.

Im Fitness-Studio haben auch Männer ein Recht auf Gleichbehandlung

Männer verboten: Das ist auch bei Fitness-Studios unzulässig.

Foto: Dark Vectorangel©www.fotolia.de

Nach Auffassung des Amtsgerichts Hagen (Az.: 140 C 26/08) wurde der Kläger wegen seines Geschlechts nicht aufgenommen und nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz diskriminiert.

Das Amtsgericht sprach dem Mann 50 Euro Schmerzensgeld "für den immateriellen Schaden" zu, wies seine Forderung nach einem höheren Betrag jedoch zurück, weil "keine weiteren wesentlichen Beeinträchtigungen" festgestellt werden konnten.

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