Ärzte Zeitung online, 30.12.2009

Silvester - kaum bekannt und viel gefeiert

HAMBURG (dpa). Die meisten Menschen feiern Silvester, aber nur wenige kennen den Namenspatron des letzten Tages im Jahr. Silvester I. amtierte von 314 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 335 als Bischof von Rom und Papst. Schon seit dem 5. Jahrhundert wird seiner gedacht, seit 813 steht der heiliggesprochene Mann im Kirchenkalender. Seine Leistungen als Papst sind bis heute umstritten.

Die Bedeutung Silvesters wuchs aus einer Legende: Er soll durch Handauflegen den am Aussatz erkrankten Kaiser Konstantin geheilt haben. Der Kaiser ließ sich zum Dank nicht nur von Silvester taufen, sondern erkannte den Papst als kirchliches Oberhaupt neben sich an. Diese Legende von der Konstantinischen Schenkung bildete die Grundlage des späteren Kirchenstaates und diente den Päpsten im Mittelalter zur Durchsetzung ihrer weltlichen Machtansprüche.

Der heute von katholischen Christen verehrte Silvester gilt als Schutzheiliger für Haustiere und für ein gutes, neues Jahr. Sein Todestag wird seit der kirchlichen Festlegung des Neujahrsbeginns auf den 1. Januar im 17. Jahrhundert auch als offizieller Feiertag begangen.

Es gelang der katholischen Kirche allerdings nicht, heidnische Bräuche zum Tag des Heiligen auszumerzen. Wie in vorchristlicher Zeit wird der Jahreswechsel darum auch heute noch zum Vertreiben böser Geister mit lautem Krachen und Feuerwerk begangen.

www.katholisch.de/14966.html

LesenSie dazu auch:
Trauben, Böller, rote Wäsche - Silvesterbräuche aus aller Welt
Der Silvestergruß "Guten Rutsch!" hat hebräische Wurzeln

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