Ärzte Zeitung online, 06.01.2010
 

Gut gegen Glatteis: Daraus besteht Streusalz

HAMBURG (dpa). Das wichtigste Mittel im Kampf gegen glatte Straßen steht in jeder Küche: Speisesalz. Weil dieses Salz aber bei Temperaturen von etwa minus sechs Grad beim Auftauen weniger wirksam ist, besteht Streusalz noch aus anderen Stoffen. Magnesium- oder Kalziumchlorid sorgen dafür, dass Eis auch bei sehr niedrigen Temperaturen schmilzt.

Der Salz-Mix hat noch einen anderen Sinn: Das dadurch entstehende Feuchtsalz lässt sich gezielter ausstreuen, die Tau-Leistung ist höher. Während auf den Straßen ausschließlich Feuchtsalz zum Einsatz kommt, raten Umweltschützer auf Gehwegen zu schonenden Mitteln wie Sand, Kies oder Sägespäne. Denn Streusalz belastet Böden und Gewässer, schädigt Pflanzen und Tiere.

Das Salz setzt sich im Boden fest und verhindert, dass Bäume und andere Pflanzen ausreichend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Die meisten Straßenbäume in Deutschland gehören ohnehin zu den salzempfindlichen Arten. Streusalz auf Gehwegen kann dazu führen, dass sich die Pfoten von Hunden und Katzen entzünden. Zudem gefährdet es die Qualität des Grundwassers. In vielen Städten ist der private Gebrauch von Streusalz daher verboten.

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