Ärzte Zeitung online, 13.01.2010

Verbotenes Anti-Pilzmittel in argentinischen Weinen

STUTTGART (dpa). Lebensmittelkontrolleure haben argentinischen Weinen schlechte Noten ausgestellt: Einige von ihnen enthalten ein verbotenes Mittel gegen Pilzbefall. Dagegen seien die untersuchten europäischen Weine frei von Natamycin.

In 7 von 42 Weinen aus dem südamerikanischen Land sei bei einer Untersuchung die Substanz entdeckt worden, teilte Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) am Mittwoch in Stuttgart mit. Natamycin sei zwar nicht gesundheitsschädlich, dürfe aber in Weinen nicht enthalten sein. Die betroffenen Weine seien aus dem Verkehr genommen worden.

Insgesamt wurden 237 Weine aus allen Teilen der Welt getestet. In keinem Wein aus Europa wurde Natamycin nachgewiesen. Die Untersuchungsergebnisse sprechen Hauk zufolge für eine sehr gute Lebensmittelkontrolle in ganz Europa. Auch in Weinen aus Südafrika, Chile, den USA und Australien habe sich kein Natamycin gefunden.

Natamycin ist ein Stoff, der in der Lebensmittelwirtschaft gegen unerwünschte Hefe- und Schimmelpilzbildung eingesetzt werden kann. Er ist als Zusatzstoff bei der Herstellung von Käse zur Behandlung der Rinde und bei getrockneten und gepökelten Würsten zur Oberflächenbehandlung zugelassen.

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