Ärzte Zeitung online, 17.01.2010

Johanniter übergeben Hilfsgüter in Haiti

PORT-AU-PRINCE (dpa). Die Erdbebenopfer in Haiti haben weitere Hilfe aus Deutschland erhalten. Am Sonntag übergab ein Team der Johanniter-Unfall-Hilfe dringend benötigte Hilfsgüter an ein Krankenhaus in der Hauptstadt Port-au-Prince. Mit den Medikamenten und Verbandsmaterialien könnten mehr als 10 000 Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden, teilten die Johanniter in Berlin mit.

Das Soforthilfeteam war am Freitag von Frankfurt am Main in die Dominikanische Republik geflogen und hatte über den Landweg Haiti erreicht. Dort belieferten die Helfer das Hospital Adventiste d'Haiti im Diquini-Viertel der Hauptstadt, das durch das verheerende Erdbeben nur leicht beschädigt worden war. Allerdings gingen dort nach Johanniter-Angaben die medizinischen Vorräte zur Neige, weil in den vergangenen Tagen Tausende Verletzte behandelt werden mussten.

Auswärtiges Amt: Junger Hamburger starb in Haiti

Bei dem deutschen Erdbebenopfer in Haiti handelt es sich um einen jungen Mann aus Hamburg. Das teilte das Auswärtige Amt in Berlin am Sonntag auf Anfrage mit. Die "Bild am Sonntag" berichtete, der 28-Jährige habe für eine Hamburger Exportfirma in dem Karibikstaat gearbeitet.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte am Samstag mitgeteilt, dass unter den Toten ein erster Deutscher geborgen worden sei. Weiterhin würden noch 30 Deutsche vermisst. Es sei nicht auszuschließen, dass darunter weitere Opfer zu beklagen seien.

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