Ärzte Zeitung online, 20.01.2010

Mutprobe mit Chilisoße: Jugendliche im Krankenhaus

AUGSBURG (dpa). Mit einer hochkonzentrierten Chilisoße haben sich am Mittwoch zehn Schüler bei einer Mutprobe in Augsburg vergiftet. Da die Gefahr von Verätzungen im Magen bestand, wurden acht Jungen in eine Kinderklinik gebracht, sagte ein Rotkreuz-Sprecher.

Die beiden anderen hatten nur geringe Beschwerden. Für ihre Mutprobe hatten sich die 13- bis 14-Jährigen die Chilisoße im Internet besorgt und getrunken. Danach hatten sie über Herzrasen, Kreislaufbeschwerden und Übelkeit geklagt. Lebensgefahr bestünde aber nicht.

Nach den Angaben stellen hochkonzentrierte Soßen eine Gefahr dar, da sie bis zu 100 Mal stärker als übliche Würzungssoßen sind. Verätzungen könnten zu Nierenversagen und Kreislaufkollaps führen.

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