Ärzte Zeitung online, 21.01.2010

Südkorea: Ministerium schickt Beamte zur Fortpflanzung heim

SEOUL (dpa). Angesichts sinkender Geburtenraten will das Gesundheits- und Familienministerium in Südkorea seinen Beamten bei der Fortpflanzung auf die Sprünge helfen. Einmal im Monat sollen sämtliche Lichter im Ministerium um 19.00 Uhr ausgeschaltet werden, damit die Mitarbeiter früher nach Hause gehen.

Die Beamten sollen sich der Familie widmen und sich um das Kinderkriegen kümmern. Die Aktion soll jeden dritten Mittwoch im Monat stattfinden, wie die Zeitung "The Korea Times" am Mittwoch mitteilte.

"Wir werden alle Lichter ausmachen und nirgendwo - selbst im Presseraum - wird es eine Ausnahme geben", zitierte die Zeitung einen Ministeriumssprecher. Die Maßnahme sei beschlossen worden, weil die Mitarbeiter trotz Aufforderung des Ministeriums sich seit Jahren geweigert hätten, pünktlich Feierabend zu machen.

Die Behörde ist dafür zuständig, dass sich sie Geburtenrate des Landes wieder erhöht. Unter anderem erhält jeder Beamte, der mehr als zwei Kinder hat, eine Prämie. Südkorea gehört zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten; im Jahr 2008 lag sie bei 1,19 Kindern pro Frau.

Topics
Schlagworte
Panorama (30868)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »

Mit Geriatrietests zur Diabetestherapie à la carte

Der eine ist fit, der andere gebrechlich: Alte Menschen mit Typ-2-Diabetes brauchen individuelle Therapieformen. Ein Geriater gibt Tipps. mehr »