Ärzte Zeitung online, 26.01.2010

Herz- und Schlaganfälle - Einsatzrekord für ADAC-Hubschrauber

MÜNCHEN (dpa). Neuer Einsatz-Rekord bei den Hubschraubern der ADAC-Luftrettung: Für einen raschen Transport von Unfallverletzten oder Notfallpatienten in Kliniken stiegen die gelben Helikopter im vergangenen Jahr rund 45 700 Mal in die Luft - das war gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 1,5 Prozent.

Bei jedem zweiten Einsatz handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen oder Schlaganfälle, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte.

11,5 Prozent der Einsätze entfielen auf Verkehrsunfälle. Ebenfalls 11,5 Prozent gingen auf das Konto von Unfällen, die sich bei der Arbeit, in der Freizeit oder im häuslichen Umfeld ereigneten. Die 45 ADAC-Hubschrauber versorgten den Angaben zufolge bei durchschnittlich 125 Rettungsflügen pro Tag insgesamt rund 39 600 Patienten.

Die meisten Einsätze absolvierte Hubschrauber "Christoph 31" in Berlin mit 2641 Starts. "Christoph Europa 1" in Aachen rückte mit 2059 Flügen am zweithäufigsten aus. Auf dem dritten Rang folgte laut ADAC "Christoph 5" in Ludwigshafen mit 1916 Einsätzen vor den Stationen in Wittlich (1830 Einsätze) und Bayreuth (1722 Einsätze).

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH beschäftigt der Mitteilung zufolge mehr als 150 Mitarbeiter und arbeitet mit 800 Ärzten und 400 Rettungsassistenten zusammen. Der ADAC habe seit 1970 mehr als 240 Millionen Euro in den Auf- und Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert hieß es.

www.adac.de

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