Ärzte Zeitung online, 27.01.2010

Rotes Kreuz: Haiti schon jetzt größter Hilfseinsatz

BERLIN (dpa). Für das Internationale Rote Kreuz ist der Hilfseinsatz im Erdbeben-Gebiet von Haiti der größte, den es je für ein einzelnes Land gegeben hat. Insgesamt 20 Katastrophenhilfe-Einheiten vom Hospital bis zur Wasseraufbereitungsanlage sowie 215 internationale Helfer sind im Erdbebengebiet im Einsatz. Nach der Tsunami-Katastrophe 2004 waren es nur 17 Einheiten.

Die Eröffnung des mobilen Rotkreuz-Hospitals sollte noch am Mittwoch erfolgen, sagte DRK-Sprecherin Svenja Koch. Ein Viertel der 100 Ärzte und Pfleger für dieses Hospital, in dessen zwei aufblasbaren OPs acht Chirurgenteams in Schichten arbeiten sollen, kommt aus Deutschland.

Unterstützt werden die internationalen Helfer von tausenden Freiwilligen der haitianischen Rotkreuzgemeinschaft. Sie verteilen Hilfsgüter und leisten Erste Hilfe. Die Wasseraufbereitungsanlagen versorgen täglich 100 000 Menschen mit frischem Wasser. Das DRK hat bisher sechs Hilfsflüge nach Haiti entsandt, ein siebter soll an diesem Samstag dringend benötigten Impfstoff in die Region bringen.

"Seit wir die ersten entsetzlichen Nachrichten aus Haiti bekamen, lief die Logistik der globalen Rotkreuzgemeinschaft auf Hochtouren", sagte Joachim Müller, Leiter des Haiti-Einsatzes.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »

Das ist bei einer Datenpanne zu tun

Bei einem Datenleck in der Praxis sind Inhaber nach der Datenschutzgrundverordnung verpflichtet, dies zu melden. Wem und wie, das erläutern Medizinrechtler. mehr »

Urologen befeuern Diskussion um Herztoddiagnostik

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie fordert große Reformen bei der Organspende. DGU-Präsident Professor Paolo Fornara erläutert im Interview, welche Neuregelungen seiner Meinung nach dringend nötig sind. mehr »