Ärzte Zeitung online, 29.01.2010

Straßenkehrer sind am häufigsten krank

HANNOVER (eb). Straßenkehrer sind am häufigsten krank, Naturwissenschaftler dagegen fehlen am seltensten auf der Arbeit. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Versichertendaten der KKH-Allianz hervor.

Straßenkehrer sind am häufigsten krank

Harte Arbeit bei Wind und Wetter macht offenbar häufig krank.

Foto: © Barbara Winzer / fotolia.com

Straßenreiniger fehlen demnach im Durchschnitt 35 Tage pro Jahr, Versicherungsangestellte und Krankenpfleger 30 Tage, Telefonisten und Gebäudereiniger 27 Tage, Sozialarbeiter 26 Tage und Gärtner 24 Tage.

Am wenigsten von Krankheiten betroffen waren der Auswertung der KKH zufolge Personen, die in akademischen Berufen arbeiten: Die Naturwissenschaftler fehlten lediglich an fünf Tagen im Job. Ebenfalls vorbildlicher Spitzenreiter: die Elektroingenieure. Diese bleiben nur an rund sechs Tagen im Jahr ihrem Arbeitsplatz fern.

Interessant ist auch der statistische Vergleich von Frau zu Mann in Deutschland. Demnach mussten Ärzte Frauen an 17 Tagen im Jahr krankschreiben - Männer hingegen nur an 15 Tagen. Besonders gesund ist die Altersgruppe der 26- bis 35-jährigen. Hier fehlten Frauen und Männer im Job im Durchschnitt an nur rund elf Tagen im Jahr. Auffällig ist die Altersgruppe über 55 Jahre. Dort blieben Arbeitnehmer an 25 Tagen ihrem Arbeitsplatz fern.

Häufigste Ursache für Krankmeldungen sind im Allgemeinen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und des Bindegewebes (22,1 Prozent), Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle sowie Atem- und Lungenerkrankungen (18,7 Prozent). Auch die zunehmende psychische Belastung der Arbeitnehmer nimmt einen immer gewichtigeren Stellenwert ein.

Die KKH-Allianz ist nach eigenen Angaben Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit mehr als zwei Millionen Versicherten.

www.kkh-allianz.de

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