Ärzte Zeitung online, 02.02.2010

Charité stellt Pfleger für Hilfseinsatz in Haiti zehn Tage frei

BERLIN (ava). Die Charité - Universitätsmedizin Berlin gewährt pflegerischen Mitarbeitern, die sich zu einem Einsatz in der vom Erdbeben verwüsteten Hauptstadt Haitis entschließen, eine Freistellung von bis zu zehn Arbeitstagen.

Dr. Peter Tinnemann vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie am Campus Charité Mitte arbeitet bereits in dem von der Hilfsorganisation "Unsere kleinen Brüder und Schwestern" betriebenen Kinderkrankenhaus "St. Damien" in Port-au-Prince. Dort sind seinem Bericht zufolge mittlerweile ausländische Ärzte eingetroffen, aber es gibt nach dem Beben kaum pflegerisches Personal. Mögliche freiwillige Helfer müssten sich der chaotischen und riskanten Situation vor Ort bewusst sein, erklärt das Berliner Universitätsklinikum in einer internen Information an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sollten psychisch und physisch extrem belastbar sein, Erfahrung in Katastropheneinsätzen mitbringen und für einen mindestens zweiwöchigen Einsatz zur Verfügung stehen. Für ihre psychologische Betreuung nach der Rückkehr sorgt als Kooperationspartner die Hilfsorganisation LandsAid.

Topics
Schlagworte
Panorama (32841)
Organisationen
Charité Berlin (3204)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »