Ärzte Zeitung online, 02.02.2010

Impfaktion für 700 000 Kinder in Haiti angelaufen

PORT-AU-PRINCE/KÖLN (dpa). In Haiti ist für 700 000 Kinder eine Impfaktion angelaufen, die vor lebensgefährlichen Krankheiten schützen soll. In den überfüllten Notunterkünften der Hauptstadt Port-au-Prince, wo das Erkrankungsrisiko am größten ist, erhielten die ersten Kinder Impfschutz gegen Masern, Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten.

Diese Krankheiten sind insbesondere für Kleinkinder unter fünf Jahren, die zusätzlich auch oft noch unterernährt sind, eine tödliche Gefahr, so Unicef.

Die Impfkampagne soll auch auf andere Landesteile ausgeweitet werden. Nach und nach sollen auch ältere Kinder und Erwachsene gegen Diphtherie und Tetanus geimpft werden.

Versorgung der Opfer noch spärlich

Die Hilfe für die Opfer im stark zerstörten Erdbeben-Gebiet westlich von Port-au-Prince kommt laut Maltesern erst langsam voran. Die Versorgung der Menschen sei noch immer sehr spärlich, berichtete ein Helfer von Malteser International aus der schwer getroffenen 134 000-Einwohner-Stadt Leogane westlich der Hauptstadt.

Die Einsatzkräfte stoßen den Angaben zufolge auch auf Dörfer, die bisher noch keine Hilfe erhalten haben. Die Malteser hatten von ihren argentinischen Partnern die Leitung des Gesundheitspostens in Leogane übernommen, wo bereits gut 2000 Patienten behandelt worden sind.

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