Ärzte Zeitung online, 10.02.2010

Studentenwerk: Vergabechaos wird sich fortsetzen

BERLIN (dpa). Das Chaos bei der Vergabe von Studienplätzen wird sich nach Einschätzung des Deutschen Studentenwerks (DSW) auch zum kommenden Semester fortsetzen. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde sagte: "Es ist unzumutbar, dass Studenten teilweise erst im achten oder neunten Nachrückverfahren ihren Studienplatz zugewiesen bekommen."

Damit würde den jungen Menschen der Studienstart "nachhaltig verhagelt", sagte Meyer auf der Heyde "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe). Durch die Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge und dem damit verbundenen Prüfungsdruck und Anwesenheitspflichten seien die Studenten schon von Beginn an gefordert. Meyer auf der Heyde: "Wie sollen die Studenten bei den Vorlesungen anwesend sein und ihre Leistungen erbringen, wenn sie noch nicht mal wissen, wo sie studieren?"

Eine Erhebung der Kultusministerkonferenz (KMK) hatte ergeben, dass auch in diesem Herbst vier Wochen nach Start des Wintersemesters "mindestens 18 000 Studienplätze" in den begehrten Numerus-clausus-Fächern unbesetzt waren. Meyer auf der Heyde sieht auch die Universitäten in der Verantwortung: "Die Universitäten wollten mehr Mitsprache bei der Auswahl ihrer Bewerber, jetzt sollten sie dieser Aufgabe auch gerecht werden." Neben der Studierbarkeit der Bachelor- und Masterstudiengänge müsse auch eine fristgerechte Vergabe der Plätze gewährleistet sein - nötigenfalls mit mehr Personal.

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