Ärzte Zeitung online, 12.02.2010

Tomatensaft schmeckt im Flieger besser als unten

HOLZKIRCHEN/HAMBURG (dpa). Tomatensaft schmeckt im fliegenden Flugzeug besser als am Boden. Mit diesem Studienergebnis erklären bayerische Forscher, warum Passagiere in Flugzeugen so gerne Tomatensaft bestellen.

Demnach nehmen die Flugpassagiere den Geschmack von Tomatensaft bei dem im Flieger üblichen Niederdruck anders war als sonst. Tomatensaft wurde bei Normaldruck deutlich schlechter benotet als bei Niederdruck. Er wurde als muffig beschrieben, so die Aromachemikerin Andrea Burdack-Freitag vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik in Holzkirchen. Bei Niederdruck traten den Angaben zufolge angenehm fruchtige Gerüche und süße, kühlende Geschmackseindrücke in den Vordergrund.

Die Testreihe erfolgte im Rumpf eines Airbus A310, der in einer Niederdruckkammer stand, um den Niederdruck während eines Fluges zu simulieren. Viele Testpersonen empfanden die für die Studie servierten Speisen laut Burdack-Freitag als fade. Das lag laut der Wissenschaftlerin daran, dass die Geruchs- und Geschmacksschwelle bei niedrigem Druck höher liege. Während die Geschmacksschwelle bei Säuren sich in der Luft nicht verändere, könne der Geschmack beispielsweise von Zucker und Salz in der Luft nur schwächer wahrgenommen werden - so als habe man einen Schnupfen.

Topics
Schlagworte
Panorama (31175)
Krankheiten
Erkältungs-Krankheiten (1116)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Intensives Ausdauertraining bremst frühen Parkinson

Sport lohnt sich: Kommen Parkinsonkranke im frühen Stadium regelmäßig ins Schwitzen, bleiben ihre motorischen Fähigkeiten über mindestens ein halbes Jahr hinweg stabil. mehr »

Wo und wann sich Patienten im Krankenhaus wohlfühlen

Die Bertelsmann Stiftung hat untersucht, wo Patienten ihren Klinikaufenthalt am besten bewerten. Dabei fanden die Analysten interessante Zusammenhänge heraus. mehr »

Krebsüberlebende nach Infarkt oft untertherapiert

Patienten mit Herzinfarkt, die eine Krebsdiagnose in ihrer Anamnese stehen haben, erhalten seltener eine leitliniengerechte Therapie. Das wirkt sich auch auf die Mortalität aus. mehr »