Ärzte Zeitung online, 23.02.2010

Frauen wohnen seltener in eigenen vier Wänden

NÜRNBERG (dpa). Berufstätige Frauen wohnen seltener in den eigenen vier Wänden als ihre männlichen Kollegen. Ein Grund dafür seien häufig die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen.

So geben nur 29 Prozent der Frauen mit Vollzeitstellen an, in einer Eigentumswohnung oder einem Einfamilienhaus zu leben. Bei den Männern beträgt der Anteil 38 Prozent, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Düsseldorfer Marktforschers Innofact im Auftrag des Nürnberger Immobilienportals Immowelt hervorgeht. Grund seien häufig die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Dadurch könnten weibliche Beschäftigte nicht so schnell Wohneigentum erwerben wie ihre finanziell bessergestellten männlichen Kollegen.

Fügten sich die Frauen hingegen in das traditionelle Rollenmodell, bei dem der Mann der Hauptverdiener sei, steige auch der Anteil der Frauen in Wohneigentum. Arbeiteten Frauen Teilzeit, betrage dieser Anteil der Umfrage zufolge 40 Prozent. Bleiben sie als Hausfrauen zu Hause, wohnten 38 Prozent der befragten Frauen in den eigenen vier Wänden. Besonders groß sei der Unterschied bei den Beamten: Männer im Staatsdienst wohnten zu 71 Prozent im eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung - Beamtinnen nur zu 45 Prozent.

Bei der Umfrage hatte das Marktforschungsunternehmen im Januar 1029 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihrer Wohnsituation befragt.

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