Ärzte Zeitung online, 25.02.2010

Zahl der Verkehrstoten erreicht neuen Tiefstand

WIESBADEN (dpa). Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren gefallen. 4160 Menschen kamen bei Unfällen auf deutschen Straßen ums Leben, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag.

Im Vergleich zu 2008 sank die Zahl der tödlich Verletzten um 317 oder 7,1 Prozent. Die Zahl der Menschen, die bei Unfällen schwer oder leicht verletzt wurden, ging um 2,7 Prozent auf knapp 400 000 zurück. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle: um 0,5 Prozent auf 2,3 Millionen.

Deutlich gesunken ist die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Von Januar bis November 2009 zählte die Behörde 40 062 Alkohol-Unfälle, bei denen 15 728 Menschen verletzt und 404 getötet wurden. In den ersten elf Monaten 2008 waren es 17 639 derartige Unfälle mit 17 639 Verletzten und 485 Toten (minus 17 Prozent).

In drei Bundesländern starben 2009 allerdings mehr Menschen bei Unfällen auf den Straßen als 2008: Dies waren Mecklenburg-Vorpommern (plus 19 Prozent oder 25 Menschen), Bremen (plus 8,3 Prozent oder ein Mensch) und das Saarland (plus 4,7 Prozent oder zwei Menschen). Die höchsten prozentualen Rückgänge der Verkehrstoten gab es in Sachsen-Anhalt (minus 26 Prozent), in Sachsen (minus 21 Prozent) und in Thüringen (minus 20 Prozent).

Auf je eine Million Einwohner wurden in ganz Deutschland 51 Menschen im Straßenverkehr getötet. Das waren drei weniger als 2008. Besonders niedrig lag dieser Wert im vergangenen Jahr in den Stadtstaaten Berlin (14), Hamburg (19) und Bremen (20). Dahinter folgt das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 34 Toten im Straßenverkehr. Eine deutlich über dem Durchschnitt liegende Zahl der Verkehrstoten je eine Million Einwohner verzeichneten Mecklenburg-Vorpommern mit 94 und Brandenburg mit 80.

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