Ärzte Zeitung online, 26.02.2010

Gigantischer Eisberg in Antarktis abgebrochen

SYDNEY (dpa). Eine Jahrhundert-Kollision hat in der Antarktis einen gigantischen neuen Eisberg geschaffen: Der rund 90 Kilometer lange und 30 Kilometer breite Koloss brach vor zwei Wochen von der Zunge des Mertz-Gletschers ab.

So etwas komme einmal in 50 bis 100 Jahren vor, sagte der Gletscherexperte Neal Young am Freitag im australischen Rundfunk. Die Eismasse hat die Größe Luxemburgs und driftet leicht nach Norden. Auslöser war ein Zusammenstoß. Ein älterer Eisberg mit der Bezeichnung B9B war in die Gletscherzunge gekracht.

Experten warnen, dass ein so großer Eisberg die Meeresströmungen beeinflussen kann. So könnte die Masse eine Region vom Meer abschneiden, aus der besonders kaltes Meereswasser in die Ozeane fließt. Das könne das Wetter tausende Kilometer entfernt im Nordatlantik verändern.

Der neue Eisberg umfasst rund 2500 Quadratkilometer und ist bis zu 400 Meter dick. Der Abbruch passierte nach Angaben der Experten, als der selbst 90 Kilometer lange B9B die Zunge des Mertz-Gletschers rammte. Auf Satellitenaufnahmen ist der driftende neue Eisberg deutlich zu sehen. An der Gletscherzunge gab es seit Jahren Risse. Es gebe keine Anzeichen, dass der Klimawandel zu dem Abbruch beitrug, sagte Young.

Topics
Schlagworte
Panorama (33388)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Zahl der Atemwegsinfekte bundesweit stark erhöht

In der 7. KW wurden 22.813 Influenza-Fälle an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet, das sind rund 8000 mehr als in der Woche zuvor. mehr »

Welcher Sport tut den Gefäßen gut?

Sportliche Menschen scheinen anfälliger für atherosklerotische Koronarveränderungen zu sein als faulere. Neue Studiendaten legen nahe, dass dabei die Sportart von Bedeutung ist. mehr »

Bald Bluttest auf Brustkrebs?

18.30 hForscher an der Universität Heidelberg haben ein neues Verfahren entwickelt, mit dem sich über einen Bluttest Brustkrebs leichter erkennen lässt. Die Sensitivität wird mit 75 Prozent angegeben. Doch es gibt auch kritische Stimmen. mehr »