Ärzte Zeitung online, 27.02.2010

Chile: Viele Tote nach Erdbeben befürchtet - Flughafen geschlossen

SANTIAGO DE CHILE (dpa). Der internationale Flughafen der chilenischen Hauptstadt Santiago ist bei dem schweren Erdbeben der Stärke 8,8 am Samstag erheblich beschädigt und für mindestens eine Woche geschlossen worden. Bisher wurden mindestens 64 Menschen tot geborgen. Doch es werden viel mehr Tote befürchtet.

Der Tsunami-Alarm, der zunächst für die Pazifikküste von Chile und Peru ausgesprochen wurde, ist inzwischen aufgehoben worden. Dafür ist nun für Hawaii eine Warnung aktiv.

Informationen zu Schäden und Opfern fehlten zunächst vor allem aus ländlichen Regionen der besonders schwer betroffenen Gebiete etwa 500 Kilometer südlich von Santiago. Es wurde befürchtet, dass die Opferzahlen erheblich steigen.

An der Infrastruktur und vor allem an älteren historischen Gebäuden wie Kirchen und Lehmziegelbauten entstanden schwere Schäden. In der Hauptstadt stürzten auch neue Autobahnbrücken ein.

Die wichtigste Straßenverbindung von Santiago in die besonders betroffenen Gebiete war zunächst unterbrochen. Internet und Telefone funktionierten nicht. In der Hauptstadt brach die Strom-, Gas- und Wasserversorgung zusammen. Die Hochhäuser in Santiago hielten den heftigen Erdstößen und mehr als 20 Nachbeben jedoch stand.

Im Fernsehen waren eine eingestürzte Fußgängerbrücke zum Abflugbereich des Flughafens und heruntergefallene Deckenverkleidungen zu sehen. Die Behörden überprüften außerdem die Landebahn auf mögliche Schäden.

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