Ärzte Zeitung online, 02.03.2010

Nachbeben erschweren Hilfsmaßnahmen in Chile

SANTIAGO DE CHILE (dpa). Nachbeben und schlechtes Wetter haben am Dienstag die Hilfsbemühungen im chilenischen Erdbebengebiet erschwert. Allein seit Mitternacht wurden elf Beben von Stärken bis zu 5,5 gemessen.

Nach Plünderungen, Brandstiftungen und Schießereien im Bereich der am heftigsten betroffenen Großstadt Concepción beruhigte sich die Lage etwas. Präsidentin Michelle Bachelet entsandte weitere 7000 Soldaten in die Katastrophenregion. Sie sollen die öffentliche Ordnung garantieren, damit Hilfsgüter verteilt werden können. "Wir werden keine Straftaten mehr tolerieren. Die Bilder aus Concepción sind schlicht nicht hinnehmbar und wir werden mit der ganzen Härte des Gesetzes vorgehen", warnte die Staatschefin.

Unterdessen wurde US-Außenministerin Hillary Clinton zu einem Kurzbesuch in Santiago erwartet. Sie wollte sich einen Eindruck über das Ausmaß der Katastrophe verschaffen, bei dem mehr als 700 Menschen ums Leben kamen und weite Landstriche im Zentrum und Süden des langgestreckten Landes verwüstet wurden. Das Erdbeben der Stärke 8,8 vom Samstag sei in seinen Auswirkungen schlimmer als alles, was Chile bisher erlebt habe. Auch Perus Präsident Alan García wollte nach Chile reisen und Hilfsgüter, darunter auch ein Feldlazarett, übergeben.

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