Ärzte Zeitung online, 03.03.2010

Nur 40 Prozent der Häuser in Port-au-Prince sind sicher

PORT-AU-PRINCE (dpa). Eine Untersuchung der Bausubstanz in Port-au-Prince hat bestätigt, dass die haitianische Hauptstadt bei dem schweren Erdbeben im Januar zu 60 Prozent zerstört wurde.

Wie der Sender Radio Metropole am Dienstag berichtete, teilten US-Ingenieure mit, dass nur 40 Prozent der Gebäude in der Stadt weiter benutzt werden könnten. Der Rest müsse aus Sicherheitsgründen abgerissen werden.

Zehn amerikanische und haitianische Ingenieure hatten den Angaben zufolge rund 900 Gebäude im Stadtteil Turgeau untersucht, um festzustellen, ob sie wieder bewohnbar gemacht werden könnten. In den kommenden Monaten würden rund 200 weitere Fachleute benötigt, um 100 000 weitere Gebäude in der zerstörten Stadt zu untersuchen, hieß es in dem Bericht weiter.

Bei dem Erdbeben am 12. Januar sind nach offiziellen Angaben rund 222 000 Menschen ums Leben gekommen. Das Epizentrum befand sich nahe der Hauptstadt bei Carrefour und der Stadt Leogane, die zu 90 Prozent zerstört wurde.

Lesen Sie dazu auch:
"Bilder, nicht Zahlen vermitteln das Grauen"
Rotes Kreuz stellt sich in Haiti auf langfristiges Engagement ein

Topics
Schlagworte
Panorama (30874)
Organisationen
Carrefour (7)
DRK (630)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Dicker Hals = dickes Risiko fürs Herz

Nicht nur ein dicker Bauch spricht Bände – der Halsumfang eignet sich ebenfalls, um das kardiovaskuläre Risiko abzuschätzen. mehr »

Junge Ärzte müssen etwas zur Versorgung auf dem Land beitragen!

Politik und Verbände mühen sich ab, um junge Ärzte für die Versorgung auf dem Land zu begeistern. Blogger Dr. Jonas Hofmann-Eifler sieht die Verantwortung ein Stück weit auch bei sich und seinen Kollegen. mehr »

MDK lehnt Pflegeanträge seltener ab

Kommen die Pflegereformen bei den Versicherten an? Neuen Zahlen zufolge fallen weniger Antragssteller durchs Raster und erhalten somit Leistungen. mehr »