Ärzte Zeitung online, 05.03.2010

Männer und Frauen sind unterschiedlich krank

BERLIN (eb). Die Unterschiede zwischen Mann und Frau werden häufig im klinischen Alltag nicht wahrgenommen. Dies soll sich jetzt ändern.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert unter Leitung von Professor Vera Regitz-Zagrosek, Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charité, ein Pilotprojekt zur Geschlechterforschung in der Medizin.

Das Projekt analysiert weltweit die fachwissenschaftliche Literatur in Bezug auf geschlechtsspezifische Aspekte in den medizinischen Fachdisziplinen - der Pulmonologie, Rheumatologie/Immunologie, Gastroenterologie/Hepatologie, Nephrologie, Neurologie, Endokrinologie, Onkologie und Hämatologie.

Unter etwa 10 000 Veröffentlichungen konnten so rund 3000 genderrelevante Artikel ermittelt und in eine Datenbank aufgenommen werden. Auf diese Weise werden geschlechtsspezifische Forschungsergebnisse im internistischen Bereich besser zugänglich und für die Praxis schneller verwertbar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Instituts für Geschlechterforschung

Lesen Sie dazu auch:
Kleiner Unterschied spielt noch keine große Rolle
In der Medizin ist der kleine Unterschied oft ganz groß

Topics
Schlagworte
Panorama (27906)
Organisationen
Charité Berlin (3382)
Personen
Vera Regitz-Zagrosek (32)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vertragsärzte spielen bei künftiger Notfallversorgung starke Rolle

Nach der Sommerpause steht die Reform der Notfallversorgung an. Ein erster Aufschlag aus dem Bundesgesundheitsministerium zeigt, wohin die Reise gehen wird. mehr »

Beim Hausarzt sind Patienten sicher

Viele Patienten erleiden während ihrer Therapie Schäden, die eigentlich vermeidbar gewesen wären. Hausarztpraxen sind jedoch ein sicheres Pflaster, wie eine Analyse ergab. mehr »

Dauerhaft Kortison fördert Infektionen

Die langfristige Einnahme von Kortikosteroiden, wie bei Polymyalgia rheumatica oder Riesenzellarteriitis notwendig, macht anfällig für teilweise lebensbedrohliche Infektionen: Das Risiko ist bereits bei niedrigen Dosierungen erhöht. mehr »