Ärzte Zeitung online, 16.03.2010

Regierungsgegner in Bangkok bei Massen-Blutabnahme

BANGKOK (dpa). Die in Bangkok demonstrierenden Regierungsgegner haben am Dienstag mit einer Massen-Blutabnahme begonnen. Die Anführer wollen Hunderte Liter vor dem Regierungssitz ausschütten, um die thailändische Regierung zum Rücktritt zu zwingen.

Die meisten der rund 100 000 Demonstranten sind Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra, der die Oppositionsbewegung UDD mit finanziert und zum Protest anfeuert. Regierungschef Abhisit Vejjajiva hatte die Rücktrittsforderung am Montag zurückgewiesen.

Die UDD-Anführer gingen am Morgen demonstrativ als erste zur Blutabnahme, berichtete die thailändische Nachrichtenagentur TNA. Ärzte und Krankenschwestern, die die Bewegung der Rothemden unterstützen, hatten mehrere Stationen mit Spritzen, Röhrchen und Verbandsmaterial aufgebaut. Vor den Blutabnahmestationen standen Hunderte Menschen in Warteschlangen.

Die Organisatoren bekräftigten, dass die seit Sonntag dauernden Proteste friedlich bleiben sollen. Sie drohten, so lange in Bangkok zu bleiben, bis die Regierung weicht. Ihr erstes Ultimatum verstrich am Montag. Zehntausende Demonstranten, die die UDD überwiegend aus den armen Provinzen im Norden nach Bangkok gebracht hatte, verbrachten die zweite Nacht im Freien.

Topics
Schlagworte
Panorama (32846)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »