Ärzte Zeitung online, 16.03.2010

Weltweit 15 000 Katastrophentote

ZÜRICH (dpa). Bei den Katastrophen des vergangenen Jahres sind weltweit 15 000 Menschen ums Leben gekommen. Zudem sei ein Gesamtschaden von 62 Milliarden Dollar (45,3 Milliarden Euro) entstanden, teilte der Schweizer Rückversicherer Swiss Re am Dienstag mit.

Nach der jüngsten Sigma-Studie des Unternehmens hat die Versicherungsindustrie im vergangenen Jahr insgesamt 26 Milliarden Dollar ausgezahlt, um Opfer zu entschädigen oder Schäden zu regulieren.

2008 waren die versicherten Schäden weltweit auf über 50 Milliarden Dollar gestiegen. Dank einer ruhigeren Hurrikansaison in den USA lagen sie diesmal unter dem langjährigen Durchschnitt. Fast 9400 der weltweit 15 000 Katastrophenopfer forderten Natur- und vom Menschen verursachte Katastrophen in Asien.

Verglichen mit früheren Jahren war 2009 ein schadensarmes Jahr. Als teuerstes Ereignis erwies sich der Wintersturm Klaus, der im Januar Teile Frankreichs und Spaniens verwüstete und Versicherungsschäden in Höhe von 2,3 Milliarden Euro verursachte.

Die Katastrophenschäden unterliegen starken Schwankungen - wobei der jährliche Aufwärtstrend bei den weltweiten Versicherungsschäden in US-Dollar zehn Prozent beträgt. Gründe dafür sind nach Angaben von Swiss Re höhere Einkommen, steigender Wohlstand, die zunehmende Wert- und Wohlstandskonzentration in gefährdeten Regionen sowie ein Trend zu mehr Versicherungsschutz. Auch die globale Erwärmung und das damit verbundene höhere Risiko extremer Wetterereignisse trügen zu der Entwicklung bei.

Im laufenden Jahr gab es mit dem Wintersturm Xynthia in Europa und den Erdbeben in Chile und Haiti bereits mehrere schlimme Naturkatastrophen. Seit 1970 haben 360 verheerende Erdbeben über eine Million Todesopfer weltweit gefordert.

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