Ärzte Zeitung online, 19.03.2010

Bahn erfasste mehr Mitarbeiter-Krankheitsdaten

BERLIN (dpa). Die Deutsche Bahn hat Krankheitsangaben von mehr Mitarbeitern unzulässig erfasst als bisher aus ihrer Datenaffäre bekannt. Außer bei der Sicherheitstochter habe es bei drei weiteren Gesellschaften teils seit den 90er Jahren "Unregelmäßigkeiten" gegeben, teilte der bundeseigene Konzern am Donnerstag mit.

Damit wurden Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagausgabe) bestätigt. Nach Angaben eines Bahnsprechers waren 163 von 24 300 Beschäftigten bei DB Schenker Rail, DB Zeitarbeit und DB Fahrweg Dienste betroffen. In Ausnahmefällen seien Diagnosen in Personalakten abgelegt worden.

Als Konsequenz daraus werden konzernweit sämtliche Personalakten überprüft und "versehentlich erhobene" Krankheitsdaten geschwärzt, wie die Bahn mitteilte. Dies soll voraussichtlich bis Ende März erledigt sein. Im August 2009 hatte die Bahn bekannt gemacht, dass bei der Tochter DB Sicherheit, die für Schutz- und Sicherheitsdienste zuständig ist, unzulässige Listen über Krankheiten entdeckt wurden. Über den Skandal um massenhafte Kontrollen von Mitarbeiterdaten und E-Mails war der langjährige Bahnchef Hartmut Mehdorn gestürzt.

Topics
Schlagworte
Panorama (32838)
Organisationen
Deutsche Bahn (78)
Schenker (12)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Alltags-Chemikalien schaden dem Sperma

In einer Studie an Spermien haben Forscher schädliche Effekte von Alltagschemikalien festgestellt. Problematisch: Die Einzelstoffe potenzieren ihre Wirkung gegenseitig. mehr »

Das läuft falsch bei der Diabetes-Vorsorge

Viele Versuche, Diabetes und Adipositas vorzubeugen, sind zum Scheitern verurteilt: Gesundheitstage an Schulen und eine Zuckersteuer gehören dazu. Diabetes-Experte Prof. Stephan Martin würde die Ressourcen anders verteilen. mehr »

Vorsicht vor E-Mail-Anhängen und Links!

Die meisten Cyber-Angriffe laufen über das elektronische Postfach - daher ist ein gesundes Misstrauen bei jeder E-Mail wichtig, betont Sven Weizenegger. Der Profi-Hacker gibt im Interview Tipps, worauf zu achten ist. mehr »