Ärzte Zeitung online, 23.03.2010

Teilnehmer an einer Studie zum Schlafmangel junger Eltern gesucht

DRESDEN (eb). Junge Eltern leiden häufig an Schlafmangel. Doch welche Auswirkungen haben die durchwachten Nächte auf die Gesundheit? Dieser Frage wollen Psychologen der TU Dresden im Rahmen einer Studie zum Schlaf junger Eltern nachgehen und suchen dafür noch Teilnehmer.

Christiane Berndt, Mitarbeiterin am Forschungsprojekt, beschreibt das Ziel der Studie: "Wir wollen diese Veränderungen im Schlaf, des Schlafverhaltens und der Schlafqualität dokumentieren. Ein weiterer Schwerpunkt besteht darin, die Auswirkungen des Schlafs auf das Immunsystem, den Stoffwechsel, das Herz-Kreislaufsystem, geistige Funktionen und psychisches Wohlbefinden zu ergründen."

Wenn untersucht ist, ob und wie sich die Veränderungen des Schlafes bei jungen Eltern auf ihre Gesundheit auswirken, will der Biopsychologie Professor Clemens Kirschbaum, neue Fragestellungen verfolgen: "Zum Beispiel interessiert uns, warum nicht alle Eltern nach der Geburt ihres ersten Kindes automatisch schlechter schlafen. Liegt das nur daran, dass sie besser schlafende Babys haben? Oder schlafen manche Babys besser, weil sie ausgeschlafene Eltern haben?" Die Forscher wollen aus den Ergebnissen ihrer Studie Tipps für Hebammen und Ärzte zur besseren Beratung und Betreuung der Eltern und Kinder ableiten.

Die Studie kann komplett zu Hause bei den Teilnehmern stattfinden. Bisher haben sich 150 werdende Eltern gemeldet, um an der Studie mitzuwirken. Weitere Studienteilnehmer werden gesucht.

Informationen und Kontaktdaten finden Interessierte auf der Homepage der Schlafstudie.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Nutzen Antibiotika bei Dentaleingriffen?

Patienten mit Herzklappen-Ersatz haben nach zahnärztlichen Eingriffen womöglich ein erhöhtes Risiko für infektiöse Endokarditiden. Doch wie groß ist es und schützen Antibiotika? mehr »

"Die Haltung der Kassen ist irrational"

Die Vertragsärzte kauen schwer am schwachen Ergebnis der Honorarverhandlungen für 2018. Es sei fraglich, ob der aktuelle Mechanismus auf Dauer ein geeignetes Preisfindungsinstrument sei, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen. mehr »

Medizin vor Ökonomie - Kodex soll Prioritäten klarmachen

Medizinische Fachgesellschaften treten gegen die Ökonomisierung der Medizin an – mit einem Kodex. mehr »