Ärzte Zeitung online, 24.03.2010

Justizminister fordert Berufsverbot für Jackson-Arzt

LOS ANGELES (dpa). Der kalifornische Justizminister Jerry Brown will dem früheren Leibarzt von Michael Jackson die Zulassung als Arzt entziehen. Der nach dem Tod des Sängers wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Kardiologe Dr. Conrad Murray solle zumindest für die Dauer des Prozesses ein Berufsverbot in Kalifornien erhalten, forderte Brown nach Angaben der "Los Angeles Times".

"Murray verabreichte Jackson eine tödliche Dosis Propofol sowie andere Medikamente", so Brown in einem Gerichtsantrag in Los Angeles. Er habe fahrlässig gehandelt und sollte daher nicht als Arzt in Kalifornien praktizieren.

Murrays Anwalt, Edward Chernoff, sagte laut CNN, dass der Kardiologe seit mehreren Monaten wieder Patienten in Nevada und Texas, nicht aber in Kalifornien behandelt. Ein Richter hatte Murray grünes Licht zum Arbeiten gegeben, ihm allerdings die Verordnung und Verabreichung von Beruhigungs- und Betäubungsmitteln verboten. Murray, der bei der Anklage auf nicht schuldig plädiert hatte, ist gegen Kaution auf freiem Fuß. Die nächste Anhörung soll am 5. April sein. Im Falle eines Schuldspruchs drohen dem Arzt bis zu vier Jahre Haft.

Jackson erlag am 25. Juni 2009 im Alter von 50 Jahren einem Herzversagen. Todesursache war eine "akute Vergiftung" mit dem Narkosemittel Propofol, das sein Leibarzt ihm gegen Schlaflosigkeit gespritzt hatte.

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Augenzeuge belastet Michael Jacksons Arzt schwer

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