Ärzte Zeitung online, 29.03.2010

Ein Toter und zwei Verletzte bei Explosion in Athen

ATHEN (dpa). Bei einer Bombenexplosion in der griechischen Hauptstadt Athen ist am Sonntagabend ein Mensch ums Leben gekommen. Der Sprengsatz detonierte Medienberichten zufolge vor einer Fortbildungsstätte für Staatsangestellte im dicht bewohnten Stadtteil Patissia.

Zudem wurden nach Krankenhausangaben ein Mädchen und seine Mutter verletzt. Sie seien außer Lebensgefahr.

Die Polizei geht davon aus, dass der Sprengsatz in den Händen des Mannes explodierte, der dabei starb. "Der Mann war zerstückelt", sagte ein Augenzeuge im Radio. Über die Identität des Toten herrschte völlige Verwirrung: Zwei Augenzeugen sagten im Fernsehen, das Opfer sei der Ehemann der verletzten Frau und Vater des Mädchens. Alle drei seien afghanischer Abstammung.

Polizeioffiziere vermuteten aber auch, dass der Mann möglicherweise Mitglied einer linken Autonomenorganisation sein könnte. Solche Gruppen verüben in Griechenland immer wieder Anschläge. Eine dritte Version, die die Polizei untersucht, sei, dass die Familie Mülleimer und Abfall durchsuchte und zufällig auf die Bombe stieß. Der Mann hätte den Sprengsatz hochgenommen, um zu sehen, ob es sich etwas Wertvolles handelte, mutmaßten Polizisten. Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.

Erst am vergangenen Wochenende waren drei Bomben in Athen detoniert, es wurde niemand verletzt. Eine linksgerichtete Untergrundorganisation übernahm die Verantwortung dafür.

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