Ärzte Zeitung online, 29.03.2010

Weltweit Entsetzen über Terror in Moskaus Metro

MOSKAU (dpa). Weltweit haben die blutigen Anschläge in der Moskauer Metro mit Dutzenden Toten Entsetzen und Empörung ausgelöst. "Wir können es nicht erlauben, dass Gewalt gegenüber Freiheit und Demokratie die Oberhand gewinnt", erklärte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Montag in Brüssel.

Auch die NATO verurteilte die Bluttat. US-Präsident Barack Obama bekundete dem russischen Volk seine Solidarität. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem schrecklichen Ereignis und einem Rückschlag für die russischen Bemühungen um Sicherheit. Ähnlich äußerten sich auch der britische Premier Gordon Brown, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der spanische Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero.

"Es gibt keine Rechtfertigung für diese Art von Angriffen auf unschuldige Zivilpersonen", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel. Das Militärbündnis sei weiter entschlossen, mit Russland im Kampf gegen den internationalen Terrorismus zusammenzuarbeiten.

Obama bezeichnete die Anschläge als "empörende Aktionen". "Die amerikanische Bevölkerung steht vereint an der Seite des russischen Volkes in der Absage an gewalttätigen Extremismus und feige Terrorattacken, die eine solche Missachtung menschlichen Lebens zeigen", erklärte der US-Präsident in Washington.

Merkel übermittelte dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew ihr tiefes Bedauern über die Anschläge und äußerte die Hoffnung, dass die Taten schnell aufgeklärt werden können. "Es ist erschütternd, dass solche Anschläge mitten in Moskau möglich waren", sagte die Kanzlerin am Rande ihrer Türkei-Reise in Ankara. Außenminister Guido nannte die Anschläge "verabscheuungswürdig".

Präsident Sarkozy sicherte Russland "die umfassende Solidarität Frankreichs angesichts dieser feigen und ehrlosen Tat" zu. In London zeigte sich Premierminister Brown ebenfalls von den Anschlägen "erschüttert" und übermittelte dem russischen Präsidenten seine Anteilnahme.

In seinem Beileidsschreiben an Medwedew wies der spanische Ministerpräsident Zapatero darauf hin, dass sein Land auf Terror besonders empfindlich reagiere. Spanien kämpfe seit Jahren selbst gegen die "terroristische Barbarei". Vor sechs Jahren hatten Islamisten in Madrid mehrere Bomben in vier Pendlerzügen gezündet und 191 Menschen getötet. Zudem wird Spanien vom Terror der baskischen Untergrundorganisation ETA bedroht.

Lesen Sie dazu auch:
Geheimdienst bestätigt Selbstmordanschläge in Moskau - Update 14:30 Uhr

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