Ärzte Zeitung online, 30.03.2010

Mehr als 20 000 Kläger gegen Datenspeicherung

BIELEFELD (dpa). Bundesweit wollen rund 22 000 Menschen gegen die umstrittene zentrale Speicherung von Arbeitnehmerdaten ("Elena") Verfassungsbeschwerde einreichen. Die Akten sollen an diesem Mittwoch dem Verfassungsgericht in Karlsruhe übergeben werden, sagte Florian Glatzner vom Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs am Dienstag in Bielefeld.

"22 000 Unterstützer in zwei Wochen sind ein grandioses Ergebnis." Der Verein ist ein Verbund von Datenschutz-Organisationen. Insgesamt hätten rund 30 000 Menschen die Initiative im Internet unterstützt, entscheidend sind aber die per Brief eingegangenen Vollmachten.

Für den elektronischen Entgeltnachweis "Elena" müssen Arbeitgeber seit Jahresbeginn die Daten ihrer Angestellten an eine zentrale Speicherstelle bei der Deutschen Rentenversicherung senden. Damit sollen Unternehmen und Verwaltung entlastet werden. Datenschützer wollen erreichen, dass die Datenbank gelöscht wird. Zur Unterzeichnung rufen zudem der Arbeitskreis Zensur, die Gewerkschaft Verdi, der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und der Zentralrat der Juden in Deutschland sowie mehrere Parteien auf.

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Die schöne "Elena" auf dem Prüfstand
Schon 26 000 Unterstützer für "Elena"-Beschwerde

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