Ärzte Zeitung online, 30.03.2010

15 tote Babys in China als Hospitalmüll in Fluss versenkt?

PEKING (dpa). Arbeiter haben in einem Fluss im Osten Chinas 15 tote Babys entdeckt. Die kleinen Leichen wurden am Sonntag nahe der Stadt Jining gefunden und steckten in Plastikmüllsäcken, berichteten staatliche Medien. Einige der Toten trugen noch in Kliniken verwendete Erkennungszettel mit Namen, Größe und Gewicht an ihren Beinen. Ein Krankenhausname sei jedoch nicht zu identifizieren gewesen, schrieb die "China Daily".

Einige Medien vermuteten, dass Klinikmitarbeiter die Babys als Hospitalmüll versenken ließen, nachdem sie an Krankheiten oder durch Abtreibung gestorben waren. Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen.

Im vergangenen Jahr hatte die Leitung eines Krankenhauses in Zentralchina zugegeben, acht Leichen in einer Baustelle abgelegt zu haben. Monatelang hätte niemand nach den zwei toten Erwachsenen und den Leichen der sechs abgetriebenen Babys gefragt.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Einige Frauen sind besonders dufte

Für Männer-Nasen riechen einige Frauen besser als andere. Das hängt mit der Fortpflanzung zusammen, berichten Forscher aus der Schweiz. mehr »

Mysterium Blasenschmerz-Syndrom

Bis zu 60 Mal am Tag auf die Toilette: Die interstitielle Zystitis, auch Blasenschmerz-Syndrom genannt, ist wenig bekannt. Die deutschen Urologen haben nun erstmals Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie herausgebracht. mehr »