Ärzte Zeitung online, 19.04.2010

Chinas Präsident besucht Erdbebengebiet - 1484 Tote

PEKING (dpa). Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao hat am Sonntag das Erdbebengebiet im tibetischen Hochland besucht, um sich ein Bild von den Zerstörungen und der Lage der Obdachlosen zu machen. Wegen des Erdbebens hatte der Präsident eine Reise durch Lateinamerika verkürzt und war vorzeitig nach China zurückgekehrt.

Vier Tage nach dem verheerenden Beben der Stärke 7,1 stieg die Zahl der Toten auf 1484. Unter den Trümmern wurden noch mehr als 300 Menschen vermisst, wie die Einsatzzentrale in der Präfektur Yushu im Süden der Provinz Qinghai berichtete. Mehr als 12 000 Menschen wurden verletzt, 1394 davon schwer. Hunderte Verletzte wurden ausgeflogen.

Die Hilfe für die zehntausenden Obdachlosen gestaltete sich schwierig, weil das weit abgelegene Erdbebengebiet an der Grenze zur autonomen Region Tibet nur mühsam zu erreichen ist. Viele verbrachten eine dritte Nacht bei eisigen Temperaturen im Freien. Es mangelte an Nahrung, Trinkwasser, Zelten und medizinischer Versorgung.

Rund 25 000 Zelte, 52 000 wattierte Decken, 16 000 Mäntel und 850 Tonnen Nahrung seien allerdings bis Sonntag im Erdbebengebiet eingetroffen, berichtete in Peking das Verwaltungsministerium.

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