Ärzte Zeitung online, 20.04.2010

Umweltbundesamt: Drastisch erhöhte Feinstaubwerte auf den Bergen

BERLIN/DESSAU (dpa). Das Umweltbundesamt hat am Montagnachmittag an mehreren Messstationen im Land drastisch erhöhte Feinstaubwerte registriert. So zeigte sich nach einer am Abend auf der Internetseite verbreiteten Mitteilung ein um das Achtfache über dem langjährigen Mittel erhöhter Wert in der höchstgelegenen Messstation am Schneefernerhaus auf der Zugspitze (2650 Meter über Meeresspiegel).

"Mit großer Wahrscheinlichkeit geht der Anstieg auf die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull zurück", heißt es weiter. Eine Gesundheitsgefährdung bestehe jedoch nicht. Auch auf der Messstation Schauinsland (1205 m) nahe Freiburg im Breisgau stiegen die Werte beachtlich an.

In der klaren Luft auf Deutschlands höchstem Berg kamen messbare Niederschläge aus Richtung Island zuerst an. Aber nicht nur dort beobachteten die Experten des Umweltbundesamts im Verlauf des Montags auffällige Veränderungen, die sich binnen weniger Stunden einstellten. Auch im Südwesten Deutschlands, speziell im Oberrheingraben, wurden höhere Werte gemessen.

Solche kurzfristigen Erhöhungen stellen laut Umweltbundesamt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt noch kein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar. Asthmatikern und anderen Menschen mit Erkrankungen der Atemwege riet das Amt, verschriebene Medikamente regelmäßig einzunehmen und die Medikamente für den vielleicht doch eintretenden Notfall bei sich zu tragen. Im Moment bestehe kein Bedarf an weitergehenden Vorsichtsmaßnahmen.

www.umweltbundesamt.de

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